Am 23. Januar 2019, trafen wir, die Klasse 9d, ein Geschichtskurs der Q2 von Herrn Holly und den , uns um 8:20 Uhr morgens an der Bushaltestelle Belsenplatz. Von dort fuhren wir bis zum Landtag. Als wir angekommen waren, mussten wir zunächst durch eine Sicherheitskontrolle, bei welcher wir eine Besucherausweiskarte bekamen, bevor wir von einer Mitarbeiterin zur Ausstellung geführt wurden.

Bevor wir jedoch die Ausstellung betrachten konnten, wurde einige Reden gehalten, z.B. von der Stellvertreterin des Präsidenten des Landtags. Nach diesen Reden hatten wir etwa zweieinhalb Stunden Zeit uns die Ausstellung anzusehen. Diese trug den Namen „Weimar im Westen“ und bestand aus mehreren großen Kuben, welche mit jeweils fünf Monitoren und acht Kopfhörern ausgestattet waren. Auf einem großen Monitor lief etwa alle 20 Minuten ein Video zum Thema des jeweiligen Kubus, zum Beispiel „Gesellschaft & Kultur“. Die vier etwas kleineren Monitore waren mit Touchscreens ausgestattet und boten Video- und Textmaterial zur besseren Veranschaulichung.

Nach diesen zweieinhalb Stunden sprachen wir etwa mit einer Historikerin über die Inhalte der Ausstellung, um uns später mit einer anderen Historikerin, welche bei der Erstellung der Ausstellung mitgearbeitet hatte, über unsere Gedanken zur Ausstellung, dem Begleitmaterial und mögliche Verbesserungsvorschläge zu unterhalten. Weiterhin informierte sie uns über mögliche Berufsfelder für Historiker.

Nach unserem Besuch im Landtag machten wir noch einen Rundgang, bei dem wir zunächst das Polizeipräsidium am Jürgensplatz besuchten. Das Gebäude stammt aus der Zeit des Nationalsozialismus und aus diesem Grund gab es lange Diskussionen, ob das Gebäude abgerissen werden sollte. Jedoch entschied man sich dazu, es als Mahnmal zu erhalten und überdeckte das Hakenkreuz mit einem Dreieck, auf das folgender Spruch anbgeracht wurde: Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich. Dazu sind in den drei Ecken des Dreiecks die Buchstaben J (Judikative), E (Exekutive) und L (Legislative) angebracht – als Hinweis auf die Gewaltenteilung.

Im Anschluss daran informierte uns Herr Holly über die Befreiung Düsseldorfs am Ende des 2. Weltkriegs und die Aktion Rheinland. Anschließend liefen wir zur Statue „Ehra oder Kind mit Ball“ von Otto Pankok, die sich am Alten Hafen befindet. Ehra gehörte zu den Sinti- und Romakindern und wurde in der Zeit des Nationalsozialismus in ein Konzentrationslager gebracht. Sie gehört zu den wenigen überlebenden und kehrte später wieder zurück nach Düsseldorf. Das Mädchen drückt aus, dass auch unschuldige Kinder verhaftet und in Konzentrationslager gebracht wurden.

In diesem Zusammenhang erfuhren wir durch Herrn Holly vom Schicksal des Hilarius Gilges, ein Afrodeutscher, der von den Nationalsozialisten ermordert wurde. An ihn erinnert heute eine Steele unterhalb der Oberkasseler Brücke. Abschließend liefen wir gemeinsam zur U-Bahnstation Heinrich-Heine-Allee und beendeten unsere Exkursion.

Weimar im Westen – 9d und Q2 im NRW-Landtag