Normalerweise werden im Religionsunterricht Texte gelesen und analysiert, um Erkenntnisse zu gewinnen und um darüber diskutieren zu können. Eine Doppelstunde in der Q1 zum Thema „Gott als Schöpfer“ verlief diesmal ganz anders. Der Religionskurs hatte die Aufgabe, den Vers „Da machte Gott der Herr den Menschen aus Erde vom Acker“ aus der zweiten Schöpfungsgeschichte selbst nachzuspüren. Aus Ton wurden nun Menschen geformt. Und das hat Spass gemacht, war aber auch gar nicht so einfach.


„Da machte Gott der Herr den Menschen aus Erde vom Acker.“
(Gen 2,7)

Was sagt das Kneten über Gott und sein Verhältnis zu den Menschen aus?

  • Das Emotionale wird im Text nicht deutlich, erst wenn selbst der Ton oder Knete in die Hand genommen wird, kann man das nachspüren, wie es vielleicht Gott dabei ergangen ist.
  • Das Verhältnis zwischen Gott und Mensch kann im Kneten deutlich werden: es ist eine enge Beziehung zwischen Schöpfer und Geschöpf, eine Nähe wird deutlich:
  • Das Kneten löst Emotionen aus: es macht Freude, einen Menschen zu kneten. Der Schöpfer empfindet Freude: genauso wird wahrscheinlich Gott Freude gehabt haben, als er den Menschen schuf.
  • Es ist gar nicht so einfach, einen Menschen zu formen, der steht oder sitzt, mit passenden Proportionen. Gott hat sich richtig Mühe gegeben.
Erkenntnisse durch Kneten