Wochenlang kein Sportunterricht, jeden Vormittag stundenlang am Schreibtisch sitzen, nur wenig Möglichkeiten, sich mit anderen auseinanderzusetzen und die x-te Toilettenpapier-Challenge. Da das langfristig kein zufriedenstellender Zustand war und der Wunsch entstand, in einen regelmäßigeren Austausch mit der Klasse zu kommen, wurde die Laufgruppe der Klasse 5c gegründet. Schnell füllte sich das Laufteam mit 15 freiwilligen Mitläuferinnen und -läufern aus der Klasse und zwei Lehrern, die von da an täglich Kilometer per Lauf-App sammelten. Die Teilnehmer bekommen dabei eine Benachrichtigung, wenn einer aus dem Team läuft, so dass man ihn virtuell anfeuern oder die Laufleistung kommentieren kann. Eine Rangliste zeigt aktuell, wie viele Kilometer die Teilnehmer im laufenden Monat bereits gelaufen sind, wodurch bei einigen der Ehrgeiz entsteht, noch schnell ein paar Kilometer zu joggen, um in der Rangliste Plätze gut zu machen oder die hinteren „Lauf-Gegner“ auf Abstand zu halten. Am 03. Juni war es dann so weit:
Die Klasse 5c „knackte“ die 1.000km Grenze! Felix und Theo waren dazu gemeinsam am Vormittag aufgebrochen und liefen am Rhein entlang, um sich die Ehre des 1.000km-Läufers zusammen zu sichern. Was für ein Teamgeist! Die 1.000km entsprechen einer Strecke von Düsseldorf in die Toskana oder fast nach Barcelona! Zwei Schüler der 5c haben sogar weit über 100km dazu beigetragen. Wenn sich die Klasse irgendwann wieder vollständig trifft, soll das gefeiert werden! Die nächste Hürde, die es zu „knacken“ gilt, wird nun bei 1.895km gelegt. Die Zahl zeigt die enge Verbundenheit der 5c zu ihrem Lieblingsverein, Fortuna Düsseldorf. Mal schauen, wer dann als Erstes über die virtuelle Ziellinie läuft.

Die Mischung aus individuellem Ehrgeiz und Teamleistung macht das „gemeinsame“ Laufen zu einem schönen Projekt in der kontaktreduzierten Zeit!

Felix ist seit Beginn der Challenge am 29. April schon mehr als 140km gelaufen. Hier kommt sein Bericht dazu:

Sport in Corona-Zeiten

„Vor der Corona-Krise habe ich viel Sport mit anderen gemacht, z.B. Tennis und Fußball.

Dann gab es während einer Videokonferenz mit unserer Lehrerin, Frau Juchems, die Idee, eine Laufgruppe zu gründen, in der man mitmachen konnte, wenn man wollte. Die Idee fanden viele gut und sie wurde angenommen.

Ich habe dann mit dem Laufen in der Gruppe angefangen und gemerkt, dass es Spaß macht.

Warum ich laufe hat vier Gründe und zwar, laufen hält fit und macht Spaß. Außerdem macht es Freunde es mit der Klasse zu machen und man sieht, wie gut man ist auf einer Rangliste.

Das bringt mich zur nächsten Sache. Wie fühlt sich der Blick auf die Rangliste an? Es fühlt sich gut an, weil man sieht, wie viel andere im Gegensatz zu mir gelaufen sind.

Am liebsten laufe ich mittags am Rhein mit meinem Vater und meinem Bruder. Dort kann ich gut laufen und habe es geschafft, mit einer Durchschnittszeit von 5,16 Minuten pro Kilometer zu joggen. Mein persönliches Ziel ist es 500 Kilometer zu schaffen.

Wenn Ihr wollt, lauft doch einfach mit!“
Felix St.

Auch Lana ist sehr fleißig und ist bereits mehr als 80km gelaufen. Sie hat dazu ein tolles Poster erstellt:

1000km im Team – der etwas andere Sportunterricht zu Coronazeiten