Eine Woche lang in einen Astrid Lindgren Film abtauchen. – Das beschreibt unsere Zeit in Stockholms Vorort Täby sehr gut.

Bereits im März kam die Schülergruppe des Tibble-Gymnasiums zu uns nach Düsseldorf. Für viele von uns 17 Schülern der zehnten Klasse war es eine völlig neue Erfahrung, plötzlich mit einer fast fremden Person zusammenzuleben. Alle haben sich mit „ihren“ Schweden jedoch schnell gut verstanden und wir haben eine tolle Woche miteinander verbracht.

Am 29. April, direkt nach den Osterferien, trafen wir uns um 5.30 Uhr morgens am Flughafen, um gegen 9 Uhr in Stockholm anzukommen. In der schwedischen Schule kamen direkt ein paar Fragen auf. Erstens: Warum stehen die ganzen Schüler (die übrigens ausschließlich Klassen 11-13 besuchen) schon um 10.30 Uhr vor der Kantine? Zweitens: Wieso sehen alle fröhlich aus und reden mit ihren Lehrern, als wären sie ihre besten Freunde? Auf die erste Frage ist die Antwort einfach: In Schweden isst man einfach früher. Die zweite Frage ist schon etwas kniffliger. Allerdings haben uns die Schweden erzählt, dass es bei ihnen völlig normal ist, den Lehrer mit dem Vornamen anzusprechen.

Dann wurde uns eine kurze Führung durch die Schule gegeben und nach einer sehr herzlichen Ansprache des Schulleiters und ein paar Zimtschnecken sind wir mit den Gastgeschwistern in die Kantine gegangen.

Nachdem wir den Rest des Nachmittags in der Mall von Täby verbracht haben, ging es dann zu den Gastfamilien nach Hause. Während die meisten von uns in typisch-schwedischen

Einfamilienhäusern in Täby gewohnt haben, haben einige auch einen sehr weiten Weg zur Schule gehabt (weit heißt 45 Minuten aufwärts). Eine Gastfamilie hat sogar auf einer Insel, direkt gegenüber vom Taka-Tukaland-Drehort, gewohnt!

In den nächsten Tagen haben wir mit der deutschen Truppe unter Aufsicht von Frau Schwarz und Frau Syring Ausflüge in das Drottningholm-Schloss, das Vasa-Museum (sehr beeindruckend!), die wunderschöne Altstadt von Stockholm (Gamla Stan) und „Skansen“ (Tierpark/Freilichtmuseum) gemacht. In Skansen gab es nur eine einzige Mission zu erfüllen: Elche sehen. Das haben leider nicht alle von uns geschafft. Was mir persönlich sehr gut gefallen hat, war, dass wir die Möglichkeit hatten, selbstständig herumzulaufen, wann immer es möglich war. So konnten wir in Kleingruppen viel besser die Orte finden, die wir sehen wollten.

Schweden-Austausch 2019

Wenn wir nicht mit der Schule unterwegs waren, haben sich die Schweden etwas für uns überlegt. Es gab keinen Tag, an dem nichts gemeinsam unternommen wurde. Wir waren Lasertag spielen, haben in der Walpurgisnacht schwedische Tanzmoves gelernt und konnten vom Power-Tower und Kettenkarussel in Gröna Lund über ganz Stockholm gucken. Auch ein Erlebnis waren die Lagerfeuer im Wald bei gefühlten minus 10 Grad.

Aus meinen Erzählungen heraus kann man, denke ich, schließen, dass wir eine fantastische Zeit in Schweden verbracht haben und mit unvergesslichen Erinnerungen nach Düsseldorf zurückgekehrt sind.

Von Yuni Becker

Schweden-Austausch 2019
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