Besondere sechsbeinige „Gäste“ empfingen die Grundkursschüler der Q1 im Rahmen des Biologieunterrichts und sorgten dabei zunächst für große Aufregung und Ekel, ehe die Neugier der Jugendlichen dann doch keinen mehr auf den Stühlen hielt und sich alle bei den Krabbeltieren an den Versuchsaufbauten versammelten.

Um Temperaturpräferenzen und weitere ökologische Aspekte von Wüstenheuschrecken und Kakerlaken zu bestimmen, sammelte der Kurs zunächst Vermutungen zu den Toleranzbereichen der besagten Insekten, ehe sie ihre eigene Bühne bekamen.

Auf einer Temperaturorgel wurde ein Temperaturgefälle von 10 bis 40 Grad Celcius gemessen und digital auf dem iPad dargestellt. Die Kakerlaken wurden auf die Versuchsapparatur gesetzt, um beobachten zu können, welchen Temperaturbereich sie bevorzugen. Zeitgleich wurden Heuschrecken und Kakerlaken für kurze Zeit in den Wärmeschrank bei 60 Grad Celcius, in den Kühlschrank und ins Eisfach gelegt. Faszinierend waren die Auswirkungen der niedrigen Temperaturen auf die wechselwarmen Heuschrecken, die dann in den Händen der Schüler wieder aufgewärmt wurden. Das Kakerlaken-Rennen gewann erwartungsgemäß die Kakerlake aus dem Wärmeschrank.

Im Anschluss an die Versuche und deren Auswertung, durften alle Freiwilligen noch einmal ihren Mut zusammennehmen und die Kakerlaken auf die Hand nehmen und „Beweisfotos“ machen, was noch einmal für mindestens genauso viel Spaß sorgte.

Hot or not? Ein bisschen Dschungelcamp-Atmosphäre im Biologieunterricht