Im Februar besuchte der Biologiegrundkurs von Frau Juchems das Unternehmen Bayer in Leverkusen, bei dem wir an dem Projekt „Erbgut und Gesundheit – Methoden der Biotechnologie“ teilnehmen durften. Frau Juchems hatte schon vor Monaten einen der wenigen Termine für uns ergattern können.

Im Fokus des Tagesprogramms im BayLab stand das Thema genetischer Fingerabdruck, das in unserem Biologie-Grundkurs auch bis vor kurzem Thema der Unterrichtsreihe Genetik war.

Zu Beginn des Programms wurde uns erst einmal ein Teil des Instituts mit seiner modernen Vielfalt und seinen Räumlichkeiten vorgestellt. Wir bekamen schon etwas das Gefühl, ein kleiner Teil des Unternehmens zu sein, als man uns mit eigenen Kitteln und Labormaterialien ausstattete.

Der praktische Teil fand den ganzen Tag über in top ausgestatteten Schülerlaboren statt. Im Labor führten wir unter Anleitung die PCR-Methode, also die Vermehrung der DNA durch. Zunächst entnahmen wir eigenen Speichel und trennten unsere DNA von nicht-relevanten Stoffen durch das Zufügen chemischer Zusätze und Zentrifugation. Die reine DNA setzten wir nach vielen Einzelschritten, weiteren Stoffzugaben, unzähligen Pipettierungen, die sehr exakt sein mussten, zuletzt in den sogenannten Thermozykler ein, eine „PCR-Maschine“. Es folgte das Trennen der einzelnen Gene im Rahmen der Gelelektrophorese. Schon hier war es sehr aufregend und alle schauten gebannt auf das Gel-Bett und die „wandernden“ Gene. Am Ende des Labortages kam dann der spannendste Moment: Mithilfe eines Farbstoffes, der sich mit der DNA verbindet und durch UV-Licht zum Leuchten angeregt wird, konnten wir die vervielfältigten Gene im Gel mit einem Lichtprojektor sichtbar machen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Tag eine schöne und vor allem praxisnahe Erfahrung war.

Melisa Heybet & Julia Juchems

Erbgut und Gesundheit – Methoden der Biotechnologie