Am 18. März besuchten wir als 9. Klasse des Cecilien-Gymnasiums die Fachhochschule Düsseldorf. Hier werden besonders Wert auf fachübergreifende Schwerpunkte wie Architektur, Design, Elektrotechnik, Maschinenbau und Verfahrenstechnik, Medientechnik und –Informatik, Sozial- und Kulturwissenschaften sowie Wirtschaftswissenschaften gelegt. Das riesige und eindrucksvolle Gelände wird von rund 10.000 Studierenden und 200 Professoren/innen gefüllt was die HSD zu einer der größten Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen macht. Einer diese Studenten names Justin begleitete uns für unseren eintägigen Besuch und hat ein ganzes Programm zum Thema ,,Dem Klimawandel auf der Spur“, passend zu den Unterichtsfächern Physik, Chemie und Erdkunde, vorbereitet.

Auch wenn die Hochschule für einen einfachen Schüler etwas unübersichtlich erscheint, wurden wir freundlich an abgemachter Uhrzeit vom Studenten empfangen. Der für uns gemietete Raum machte einen sauberen und professionellen Eindruck mit angenehmer Lernatmosphäre und besserer Technik als an unserer Schule üblich. Als wir schließlich mit dem Tagesablauf bekannt gemacht wurden, fing Justin auch schon an, uns die Grundlagen für das komplexe Konstrukt Klimawandel zu erläutern:

1. Präsentation mit folgenden Themen
Treibhauseffekt und die beteiligten Komponenten; Reflektion, Absorption und Reemission; Einfluss der Atmosphärenzusammensetzung

2. Quiz in verschiedenen Gruppen mit folgenden Themen
Klima Umwelt; Energie Sparen; Erneuerbare Energien; Sonnige Zeiten

3. Pause mit Besuch der Mensa

4. Experiment Klimabox zur Veranschaulichung des Treibhauseffektes

5. Spiel über die verschiedenen Rollen der Nationen bzw. Ländergruppen und wie man als alleinstehender die Klimaziele eines Landes erfüllt

Auch wenn wir einen Großteil des Stoffes bereits in der Schule gelernt haben, war es dennoch eine gute Entscheidung unser Wissen ein bisschen aufzufrischen. Von den Co^2- Emissionen bis zum eigenen Verbrauch wurde uns alles rund um den Klimawandel deutlich, leicht verständlich und interaktiv erklärt. Dazu war das Quiz auch sehr hilfreich, welches uns ermöglicht hat unser jetziges Wissen auf die Probe zu stellen und zu beweisen. Zwar waren manche Fragen im Zusammenhang mit dem eigentlichen Thema schwer zu wissen wie z.B. aus welchem Material Solaranlagen bestehen, welches einem als Gruppe dennoch einfacher fiel und man so mit Ehrgeiz um seine Punkte kämpfen möchte. Anschließend wurde für uns ein Fragebogen erstellt der unser Verhalten in Hinsicht auf unserem ökologischen Fußabdruck abschätzt, und sich aus den angekreuzten Antworten ein Abbild unserer theoretisch gebrauchten Erden macht. Es stellte sich heraus, dass wenn alle Menschen, wie die Mehrheit unserer Klasse, ihr Verhalten fortführen, wir eigentlich zwei Erden brauchen würden, um unseren jetzigen Konsum gerecht zu werden. Um unsere Informationsaufnahme ein wenig zu erleichtern, erhielten wir eine Pause für 45 Min. in der wir die Mensa besichtigen und den üblichen menschlichen Bedürfnissen nachgehen konnten. Weiter ging es mit dem sogenannten ,,Klimabox´´ Experiment. Dies dient zur Veranschaulichung der am Treibhauseffekt beteiligten Komponenten und es soll zudem den Einfluss von unterschiedlichen Atmosphärenzusammensetzungen und die beteiligten Vörgange erläutern. Es stellt sich heraus, dass eine isolierte Kammer die mit CO2 gefüllt ist, schneller erwärmt, als eine leere die beide von Halogenlampen bestrahlt werden. Dieses Ergebnis kann natürlich indirekt auf die Erde zurückgeführt werden. Zum Abschluss spielten wir in kleinen Gruppen noch ein Brettspiel, welches den Spieler erlaubt die Entscheidungen eines zugeteilten Landes bzw. Ländergruppen oder ganze Kontinente, zu treffen, um Klimaziele zu erfüllen ohne die Erde in ihren Tod zu reissen. Auch wenn ich selbst keine guten Erfahrungen mit dem Spiel machen konnte, da ich das Pech hatte die Entwicklungsländer zu führen, macht es einem die Schwierigkeiten deutlich die bei der Einigung der verschiedenen Nationen auftreten wie die Kompromisse die man eingehen muss, um die Erde zu schonen und dennoch eine stabile Wirtschaft zu führen.

Ich persönlich kann den Besuch an der HSD nur an jeden Schüler weiterempfehlen und könnte mir Vorstellen andere Programme durchzugehen, da der Klimawandel schließlich nicht das einzige Problem auf dieser Welt darstellt. Ich selbst kann keine negativen Punkte ausweisen und bin sehr froh die Erfahrung gemacht zu haben. Vielleicht sollte das Brettspiel fairer gestaltet werden aber das ist nicht die Schuld der Hochschule. Alles in allem kann ihr jeder mal einen Besuch abstatten, und dies vielleicht nicht nur für einen schnellen Schnupperkurs, sondern für die zahlreichen Studiengänge die dort angeboten werden.

Fan Bergmann 9e, 21.03.

Bericht über den Besuch bei der Hochschule Düsseldorf